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14. Grenzsteinwanderung entlang der Grenze der ehemaligen Herrschaft Burgrain
Am Sonntag, den 12. April 2026 findet unsere inzwischen „14. Grenzsteinwanderung entlang der Grenze der ehemaligen Herrschaft Burgrain“ statt.
Die sachkundige Führung zu den Themenbereichen „Grenzsteine -Baumriesen – Quelle Müllner Bründel – Eiszeitliche Landschaft“ übernehmen wieder Dorothea Hutterer & Harald Krause.
Im Anschluß ist eine gemeinsame Einkehr im Gasthaus „Klement“ in Isen möglich.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Heimatpflege und Kultur des Marktes Isen statt.
Treffpunkt: um 10 Uhr in Westach – Berzelfeldstr. 6 im Gemeindegebiet von Isen, Lkr. Erding. Dort können die Autos am Feldrand abgestellt werden. Ein Parkplatzeinweiser steht parat.
Dauer: ca. 3-4 Stunden; ca. 6-7 Km Wegestrecke über größtenteils Forst- und Waldwege abseits jedweder Zivilisation, teils aber auch Pfaden und abseits der Wege.
Einige steilere Passagen sind dabei zu überwinden. Es wird festes Schuhwerk empfohlen.
Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt auf eigene Verantwortung.
Der Arbeitskreis für Heimatpflege und Kultur lädt für kommenden Sonntag 12. April zur inzwischen 14. Grenzsteinwanderung ein. Sie wird wie jedes Jahr von der Historikerin Dorothea Hutterer, Expertin für alte Grenzen und Grenzsteine und von Harald Krause, dem Leiter des Museums Erding und Vorsitzenden des mitveranstaltenden Archäologischen Vereins Erding angeführt.
Wir befinden uns im westlichen Teil der ehem. Herrschaft Burgrain und treffen uns um 10.00 Uhr in Westach – Berzelfeldstraße 6 + 8. Das Ziel mit den dortigen Parkmöglichkeiten ist ausgeschildert.
Unsere Route lässt sich in zwei Schleifen teilen: die erste geht vom Ausgangspunkt zunächst nach Norden, die zweite ab dem Müllner Bründl nach Süden. Die gesamte Länge der Wegstrecke beträgt ca. 6 km, wofür etwa 4 Stunden veranschlagt werden müssen.
Nach der Begrüßung und thematischen Einführung wird Harald Krause etwas zur Landschaft sagen. Wir befinden uns an der Wasserscheide zwischen Isar und Inn, entsprechend steil und zerkerbt hat sich die Quell- und Bachlandschaft seit den letzten Eiszeiten im Gelände eingeprägt. Wir wandern zunächst in nördlicher Richtung, dann biegen wir links ab in den Wald. Vorbei an einer Waldwiese kommen wir zu einem Grenzstein „GW“ = Gräflicher Wald, ehemals Besitz der Grafen von Seinsheim. Wir gehen weiter auf einer Forststraße, vorbei an Baumriesen und erfreuen uns gerade jetzt im Frühjahr an der mannigfachen Vegetation, schließlich treffen wir auf einen Grenzstein der Herrschaft Burgrain. Dorothea Hutterer wird fachkundig die Wahl des Standorts, das Material und die Beschriftung erklären. Der Weg führt uns nun in südliche Richtung, wir überqueren mehrfach den Kaltenbach und kommen an die Abzweigung zum Müllner Bründl. Hier haben wir etwa die Hälfte der Wegstrecke hinter uns und machen an diesem Kraftort eine kurze Rast. Die Geschichte der Kapelle mit Quelle, gleichermaßen das Ziel von Wallfahrern, Naturliebhabern und Besuchern wegen der Heilkraft des Wassers, wird von Franz Wenhardt erzählt. Danach kürzen wir ab durch den Wald weiter Richtung Süden entlang der Gemeindegrenze zwischen Isen und Buch am Buchrain Richtung Quellgebiet vom Kaltenbach, wo Projekte der Aufforstung erläutert werden. Dort sind wir nicht weit entfernt vom Anschlusspunkt der letztjährigen Grenzsteinwanderung mit den drei Eichen in Oberbuch.
Auf einer Forststraße wandern wir in nördlicher Richtung im Grenzgebiet zur ehemaligen Herrschaft Burgrain, allerdings ist hier leider kein Grenzstein auffindbar. Auf einem Feldweg kehren wir zurück zum Start mit den Parkplätzen. Wer will kann auf der Heimfahrt noch einen Halt machen an der Westacher Kapelle.
Die Teilnahme an der auch für Familien mit Kindern geeigneten Wanderung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind vonnöten, da wir überwiegend auf Wiesen und im Wald gehen. Die Teilnehmer mögen für Getränke und Proviant selber sorgen und erhalten vor Beginn der Wanderung wie gewohnt einen Handzettel mit Routenbeschreibung und einem Kartenausschnitt.
Franz Wenhardt, Heimatmuseum Isen
